Willkommen zu einer tiefgründigen Erkundung, die Ihre Sicht auf gedruckte Bücher verändern wird. Ob Sie als Künstler Ihr erstes Fotobuch planen, als Verlag Optionen für einen neuen Titel abwägen oder einfach nur neugierig auf die physischen Unterschiede sind, die manche Bücher zu Kunstobjekten und andere zu alltäglichen Lesegeräten machen – dieser Artikel führt Sie durch die entscheidenden Unterscheidungen. Lesen Sie weiter und entdecken Sie, wie die Wahl von Materialien, Druckverfahren und Designentscheidungen Aussehen, Haptik, Kosten und den wahrgenommenen Wert eines Buches beeinflussen.
Wenn Sie jemals einen schweren, glänzenden Bildband in den Händen gehalten und sich gefragt haben, warum er sich so anders anfühlt als der Taschenbuchroman in Ihrem Regal, sind Sie hier genau richtig. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Arten von Druckerzeugnissen sind sowohl technischer als auch ästhetischer Natur. Wenn Sie diese Unterschiede verstehen, können Sie bessere Entscheidungen in Bezug auf Produktion, Marketing und Archivierung treffen.
Zweck und Gestaltungsüberlegungen
Bei der Gestaltungsphase liegt der grundlegendste Unterschied im Verwendungszweck: Bildbände sind zum Ausstellen, Bewundern und Genießen da – visuell und haptisch. Standardbücher hingegen sind in der Regel zum Lesen, Nachschlagen oder Mitnehmen gedacht. Diese Intention prägt jede Entscheidung, vom Coverdesign bis zum Seitenlayout. Bildbände sind für ein entspanntes, gemeinschaftliches Leseerlebnis konzipiert. Sie setzen oft auf große Bilder, großzügige Ränder und Layouts, die dem Auge Ruhe und einen entspannten Blick über die Doppelseiten ermöglichen. Die visuelle Hierarchie wird eher durch Fotografien, Illustrationen und Negativraum als durch dichte Textblöcke bestimmt. Daher gestalten Designer oft Seiten, auf denen die Bilder im Vordergrund stehen, während Bildunterschriften und kurze Essays eine untergeordnete Rolle spielen. Standardbücher hingegen legen Wert auf Lesbarkeit und effiziente Raumnutzung. Die Typografie ist auf gute Lesbarkeit bei längeren Lesesitzungen ausgelegt: angemessene Zeilenhöhe, angenehme Zeilenlänge und eine ermüdungsarme Schriftgröße. Ränder und Bundstege sind so gestaltet, dass der Text nicht im Buchrücken verschwindet und das Buch gleichzeitig handlich bleibt. Für Bildbände greifen Designer oft auf unkonventionelle Doppelseiten, Ausklappseiten, Klappseiten oder Panoramabilder zurück, die sich über zwei Seiten erstrecken. Diese beeinflussen die Wahl der Bindung und erfordern beim Druck eine präzise Ausrichtung. Seitenzahlen und Inhaltsverzeichnis werden mitunter dezent in den Hintergrund gerückt oder als elegante, unaufdringliche Elemente präsentiert, um das visuelle Erlebnis nicht zu stören. Standardbücher folgen üblicherweise einem herkömmlichen Inhaltsverzeichnis, Kapiteln und Seitenzahlensystem, die die Navigation erleichtern. Vom Lesefluss her ähneln Bildbände oft dem Besuch einer Galerie oder eines Museums: Jede Doppelseite ist sorgfältig gestaltet und kann unabhängig betrachtet werden, sodass Leser nach Belieben darin blättern können. Eine Erzählstruktur ist, sofern vorhanden, eher visuell oder thematisch als streng chronologisch. Standardbücher, insbesondere Belletristik oder wissenschaftliche Werke, basieren auf sequenziellem Lesen und strukturellen Hinweisen wie Kapitelüberschriften, Unterüberschriften und Fußnoten. Designer müssen auch die Erwartungen der Leserschaft berücksichtigen. Bildbände sind oft für Räume gedacht, in denen sie mit Gästen geteilt werden; ihre Ästhetik muss ein breites Publikum ansprechen und Wert und guten Geschmack vermitteln. Standardbücher könnten sich an Nischenmärkte richten, in denen Klarheit, Informationsdichte und Erschwinglichkeit Priorität haben. All diese Überlegungen beeinflussen die Wahl von Papier, Druckverfahren, Bindung und Weiterverarbeitung und führen so zu zwei unterschiedlichen Ansätzen im Buchdesign.
Papier und Druckverfahren
Die Papierwahl ist einer der deutlichsten Unterschiede zwischen diesen beiden Kategorien. Bildbände verwenden typischerweise hochwertige, schwerere Papiere mit Beschichtungen, die die Farbbrillanz und Bildschärfe verbessern. Die Haptik von dickem, glänzendem oder seidenmattem Papier trägt zur Wertwahrnehmung bei. Diese Papiere weisen oft eine höhere Opazität auf, wodurch ein Durchscheinen verhindert wird und Bilder beidseitig ohne Qualitätsverlust reproduziert werden können. Im Gegensatz dazu werden für Standardbücher häufig leichtere, ungestrichene oder leicht gestrichene Papiere verwendet, die für Textwiedergabe, Lesbarkeit und Kosteneffizienz optimiert sind. Bei der Papierwahl für Standardbücher werden Faktoren wie die Eignung für Füllfederhalter in bestimmten Abschnitten, die Reduzierung von Spiegelungen für längeres Lesen und ein geringes Gewicht zur Senkung der Versandkosten priorisiert. Auch die Druckverfahren unterscheiden sich. Hochwertige Bildbände werden oft im Offsetdruck mit erweitertem Farbraum oder Sonderfarben hergestellt, um einen möglichst großen Farbraum und tiefste Schwarztöne zu erzielen. Für manche Projekte werden Spezialfarben, Lacke oder sogar Gold- oder Silberfolien verwendet, um zusätzliche visuelle Effekte zu erzielen. Die Druckplatten, Farbauszüge und Probedrucke werden mit größter Sorgfalt behandelt, da selbst kleinste Abweichungen in Farbton oder Kontrast die Wirkung eines Fotos erheblich beeinflussen können. Im Gegensatz dazu werden viele Standardbücher, insbesondere textlastige, auf Rollenoffsetdruckmaschinen gedruckt, die mit hoher Geschwindigkeit arbeiten und die Stückkosten senken. Farbe wird sparsam oder nur auf Umschläge und vereinzelte Elemente im Innenteil eingesetzt. Die Qualitätskontrolle ist weiterhin wichtig, die Toleranz gegenüber leichten Farbabweichungen jedoch oft höher, da der Hauptteil des Werkes eher erzählerisch als bildlich ist. Digitaldruck ist eine weitere Option. Für Kleinauflagen oder Print-on-Demand-Standardbücher bietet der Digitaldruck eine kostengünstige Lösung ohne die Vorlaufkosten für Druckplatten. Hochwertige Inkjet- oder elektrofotografische Digitaldruckmaschinen können ebenfalls attraktive Bildbände in kleineren Mengen produzieren, jedoch ist es schwieriger, die gleiche Farbtreue und die gleichen Spezialveredelungen wie bei großen Offsetauflagen zu erzielen. Zu den Spezialverfahren, die bei Bildbänden zum Einsatz kommen, gehören wasserbasierte Lacke, UV-Lackierungen, Laminierungen und Firnisse, die Oberflächen schützen und den Glanz verändern. Eine glänzende UV-Beschichtung lässt Bilder leuchten und schützt vor Fingerabdrücken, kann aber unter bestimmten Lichtverhältnissen Spiegelungen verursachen. Laminierung erhöht die Haltbarkeit und die Haptik, steigert jedoch die Produktionskomplexität und -kosten. Bei Standardbüchern wird oft auf eine minimale oder gar keine Beschichtung verzichtet, um Flexibilität zu gewährleisten und Kosten zu senken. Auch die Papierwahl hat Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit. Viele Verlage von Standardbüchern setzen auf Recyclingpapier oder FSC-zertifiziertes Papier, um Umweltziele zu erreichen. Einige Bildbandhersteller verwenden ebenfalls umweltfreundliche Papiere, müssen aber zwischen Nachhaltigkeit und den spezifischen Beschichtungen oder Papierstärken abwägen, die für die gewünschte Fotoqualität erforderlich sind. Letztendlich werden die sensorischen Unterschiede zwischen den beiden Bucharten bei Papier und Druck am deutlichsten: Die eine legt Wert auf Bildtreue und haptische Qualität, die andere auf Lesbarkeit und Wirtschaftlichkeit.
Bindungs- und Einbandbehandlungen
Die Wahl der Bindung beeinflusst sowohl Funktion als auch Ästhetik maßgeblich. Bildbände werden häufig fadengeheftet, wobei die Lagen zusammengenäht und manchmal zusätzlich verklebt werden. Fadenheftungen liegen flacher auf und halten häufigem Öffnen stand, was für Bücher, die zum Ausstellen und Durchblättern bestimmt sind, unerlässlich ist. Viele Bildbände verfügen zudem über Einbände aus Stoff oder Leder, Schutzumschläge oder bedruckte Hardcover mit geprägten Titeln. Diese Einbandgestaltungen verleihen dem Buch Würde und machen es ausstellungstauglich. Besonderes Augenmerk wird oft auf den Buchrücken gelegt – geprägte Titel, dekorative Vorsatzpapiere und farbige Kapitalbänder sind Details, die die wahrgenommene Handwerkskunst steigern. Einige hochwertige Bildbände verwenden Layflat-Bindungstechniken wie Panorama- oder Schweizer Bindung, die es ermöglichen, dass Bilder den Falz ohne nennenswerten Verlust an der Mittelfalte überschreiten. Dies ist besonders wichtig für randabfallende Bilder oder Panoramaseiten. Im Gegensatz dazu werden Standardbücher typischerweise mit Klebebindung für Taschenbücher oder mit Hardcover-Bindung hergestellt. Die Klebebindung ist kostengünstig und wird häufig für Massenmarkt-Taschenbücher verwendet. Die Bindung verwendet einen Klebstoff, um die Seiten am Buchrücken zu fixieren und eignet sich für Bücher, die von Anfang bis Ende gelesen werden sollen. Obwohl die Klebebindung haltbarer ist als die Klammerbindung, bietet sie möglicherweise nicht die aufwendigen Verzierungen, die man von Bildbänden kennt. Schutzumschläge sind bei gebundenen Belletristik- und Sachbüchern üblich, können aber als Gestaltungselement schlichter gestaltet sein und den Fokus eher auf Werbetexte und Bilder als auf haptische Eleganz legen. Vorsatzpapiere in Standard-Hardcovern bestehen oft aus schlichtem oder bedrucktem Papier, sind aber selten so aufwendig gestaltet wie bei Bildbänden. Auch die Schnittgestaltung unterscheidet sich. Bildbände können farbige oder vergoldete Seitenränder oder lackierte Kanten aufweisen, die die Optik im geschlossenen Zustand verbessern. Standardbücher erhalten diese Verzierungen aufgrund der zusätzlichen Kosten und des geringen Einflusses auf das Lesevergnügen selten. Besondere Merkmale wie Lesebändchen, genähte Kapitalbänder und eingeklebte Bilder oder Tafeln sind häufiger bei Bildbänden zu finden, die auf Langlebigkeit und Sammlerwert abzielen. Die Bindungsart beeinflusst auch die Produktionslogistik: Fadenheftungen erfordern in der Regel mehr Zeit und Fachkräfte, was die Lieferzeiten und die Stückkosten erhöht. Für die Layflat-Bindung sind unter Umständen Spezialgeräte und eine sorgfältige Layoutplanung erforderlich, um Bildverschiebungen über den Falz hinweg zu vermeiden. Bei Standardbüchern hingegen stehen Schnelligkeit und Kosteneffizienz im Vordergrund, weshalb schnelle und für die Massenproduktion geeignete Bindemethoden bevorzugt werden. Daraus ergibt sich eine veränderte Beziehung zwischen Objekt und Nutzer: Bildbände laden zum Präsentieren, wiederholten Anfassen und Betrachten ein; Standardbücher sind hingegen auf Tragbarkeit, Lesekomfort und Massenverbreitung optimiert.
Farbmanagement und Bildwiedergabe
Farbtreue ist bei Bildbänden von zentraler Bedeutung, da Bilder oft die Hauptaussage und Stimmung vermitteln. Eine gelungene Reproduktion erfordert robuste Farbmanagement-Workflows, die bereits bei der Aufnahme beginnen und sich über Proofing und Druckeinstellungen erstrecken. Fotografen und Designer arbeiten üblicherweise in kalibrierten Umgebungen mit farbgeprüften Monitoren und standardisierter Beleuchtung, um sicherzustellen, dass das Druckergebnis exakt dem entspricht, was beabsichtigt ist. Farbräume wie Adobe RGB, ProPhoto RGB und CMYK-Profile werden sorgfältig verwaltet; die Konvertierung von digitalen Bildern mit erweitertem Farbraum in druckfertige Profile erfordert Expertise, um wichtige Details in Lichtern und Schatten zu erhalten. Proofing-Methoden – Softproofs, Vertragsproofs und Druckproofs – spielen eine wichtige Rolle: Für hochwertige Fotobücher sind farbgenaue Proofs auf dem gleichen oder einem ähnlichen Papier wie in der Produktion unerlässlich, um Abweichungen in Farbton, Sättigung oder Kontrast zu erkennen. Sonderfarben und der Druck mit erweitertem Farbraum können verwendet werden, um sattere Töne oder präzisere Farbabstimmungen für Branding-Elemente zu erzielen. Fotografen verlassen sich jedoch häufig auf gekonnte Separation und Kurvenanpassungen, um Bilder an das gewählte Druckverfahren anzupassen. Bei Standardbüchern ist die Farbgestaltung oft weniger anspruchsvoll, da der Innenteil hauptsächlich aus Text besteht. Wird Farbe verwendet – etwa für Diagramme, Grafiken oder gelegentliche Illustrationen – beschränken Verlage die Farbpalette häufig auf CMYK oder verwenden einfarbige Sonderfarben, um die Kosten niedrig zu halten. Proofs werden zwar weiterhin erstellt, die Toleranz gegenüber kleineren Abweichungen ist jedoch höher. Bei Fotos in Standardausgaben von Hardcover oder Taschenbuch akzeptieren Verlage je nach Erwartungen des Publikums unter Umständen eine geringere Farbtreue oder Farbkonsistenz. Die Papierwahl beeinflusst die Farbwiedergabe. Glänzende oder gestrichene Papiere verbessern die Farbsättigung und den wahrgenommenen Kontrast, während ungestrichene Papiere Bilder weicher erscheinen lassen und Farben entsättigen können. Bildbände bevorzugen in der Regel gestrichene Papiere und kalibrieren ihre Proofs entsprechend. Schattendetails, Komprimierung von Lichtern und Hauttöne werden an die gewünschte Ästhetik angepasst. Das Farbmanagement berücksichtigt auch die Druckmaschinenvariabilität: Farbdichte, Punktzunahme und Trocknungsverhalten können sich mit der Druckgeschwindigkeit, der Farbzusammensetzung und den Umgebungsbedingungen ändern. Erfahrene Druckereien passen Druckkurven, Farbmengen und Farbbalken an, um eine gleichbleibende Farbwiedergabe über alle Auflagen hinweg zu gewährleisten. Bei Standardbüchern, die in großen Auflagen auf Rollenoffsetdruckmaschinen gedruckt werden, sorgen Automatisierung und standardisierte Prozesse für eine gleichbleibende Farbwiedergabe über Tausende von Exemplaren hinweg und reduzieren den Bedarf an individueller Profilverwaltung. Der Digitaldruck hat sich deutlich verbessert, und High-End-Digitaldruckmaschinen bieten mittlerweile eine beeindruckende Farbkonsistenz und einen großen Farbraum auch für Kleinauflagen. Dennoch kann es ohne spezielle Weiterverarbeitung schwierig sein, das finale Erscheinungsbild eines Offsetdrucks auf Spezialpapieren zu erzielen. Letztendlich steht bei Bildbänden die visuelle Authentizität im Vordergrund: die Wiedergabe von Bildern, die die Vision des Autors widerspiegeln. Bei Standardbüchern ist Farbe ein funktionales Element, das den Inhalt unterstützt, ohne die Lesbarkeit oder wirtschaftliche Aspekte zu beeinträchtigen.
Layout, Typografie und Seitennummerierung
Layout und Typografie hängen davon ab, wie das Buch gelesen wird. Bildbände setzen oft auf einen visuellen Fokus, wobei die Typografie eine unterstützende Rolle spielt. Große Schriften, individuelle Logos und elegante Bildunterschriften sind üblich. Designer nutzen großzügigen Abstand nach oben und unten, um den Bildern mehr Raum zu geben. Typografische Entscheidungen bevorzugen ausdrucksstarke Schriften, die zum Thema des Buches passen – Serifenschriften oder Display-Schriften für klassische Sujets, moderne serifenlose Schriften für zeitgenössische Themen. Zeilenlänge und -abstand sind weniger streng, da die Textblöcke kürzer sind und zum Lesen in Abschnitten konzipiert wurden. Bildunterschriften können in die Bilder integriert, auf farbigen Blöcken platziert oder auf separaten Seiten angeordnet werden, um die Integrität des Fotos zu wahren. Negativer Raum wird strategisch eingesetzt, um visuelle Inhalte hervorzuheben und ein Gefühl von Luxus zu erzeugen. Standardbücher hingegen folgen typografischen Konventionen, die für längeres Lesen optimiert sind. Der Fließtext verwendet oft gut lesbare Serifenschriften in Größen und Zeilenlängen, die nachweislich die Augenbelastung reduzieren. Einheitlichkeit bei Kolumnistentiteln, Kapitelanfängen und Fußnoten ist für die Navigation entscheidend. Die Seitenränder sind so gestaltet, dass der Daumen bequem darauf liegen kann und der Text beim Halten des Buches nicht im Bund verschwindet. Bei Fachbüchern und Nachschlagewerken sind dichtes Layout, Fußnoten und Querverweise auf schnelles Nachschlagen und nicht auf ausgiebiges Blättern ausgelegt. Auch die Seitennummerierung variiert. Bildbände reduzieren oft die sichtbaren Seitenzahlen, um ein ununterbrochenes Layout zu gewährleisten; sind sie vorhanden, sind sie klein und unauffällig. Das Inhaltsverzeichnis kann als visuelle Karte oder einfache Liste mit weniger wichtigen Seitenbereichen dargestellt werden. Standardbücher hingegen setzen auf klare Seitennummerierung, Register und detaillierte Inhaltsverzeichnisse, um die Navigation und das Behalten der Informationen zu erleichtern. Die Typografie in Standardbüchern folgt Rastersystemen, die den Inhalt pro Seite maximieren und gleichzeitig die Lesbarkeit gewährleisten. Dies beeinflusst die Gesamtseitenzahl und damit die Produktionskosten. Designer müssen die Ausschießung berücksichtigen: die Art und Weise, wie die Seiten für den Druck in Lagen gruppiert werden. Bei Bildbänden mit hohem visuellen Anspruch werden die Lagen so angepasst, dass bestimmte Bilder auf bestimmten Doppelseiten erscheinen oder um Trennlinien an den Falzstellen zu minimieren. Dies kann die Seitennummerierung verkomplizieren und dekorative Leerseiten oder geplante Einlagen erfordern. Standardbücher bevorzugen in der Regel eine sparsame Seitennummerierung, die gängigen Signaturgrößen entspricht, wodurch Abfall reduziert und die Bindung vereinfacht wird. Letztendlich prägen Layout und Typografie das Nutzererlebnis: Bildbände laden zu einer langsamen, intensiven Betrachtung ein und nutzen typografische Mittel, um die Ästhetik zu unterstreichen; Standardbücher priorisieren Lesbarkeit, Navigation und effiziente Raumnutzung.
Kosten, Produktionszeitpläne und Vertrieb
Die Kostenstrukturen von Bildbänden und Standardbüchern unterscheiden sich erheblich, da sich Material, Arbeitsaufwand und Produktionskomplexität unterscheiden. Bildbände weisen aufgrund schwererer Papiersorten, hochwertiger Füllungen, spezieller Bindungen und Veredelungen höhere Stückkosten auf. Prägung, Folienprägung, Laminierung und Fadenheftung erhöhen sowohl die Material- als auch die Arbeitskosten. Kleinauflagen im Digitaldruck können zwar einen Teil der Anlaufkosten senken, den Aufpreis für hochwertige Materialien und die manuelle Veredelung jedoch nicht vollständig ausgleichen. Daher positionieren Verlage von Bildbänden diese oft im Luxussegment oder produzieren limitierte Auflagen, um Lagerbestände zu verwalten und Exklusivität zu wahren. Standardbücher, insbesondere Taschenbücher für den Massenmarkt, werden so produziert, dass Skaleneffekte maximiert werden. Hohe Auflagen im Rollendruck reduzieren die Stückkosten und ermöglichen niedrigere Einzelhandelspreise sowie eine breitere Distribution. Print-on-Demand hat den Vertrieb von Standardbüchern revolutioniert, indem es die Lagerkosten minimiert hat, schränkt aber aus Kostengründen weiterhin die Papierqualität und die Veredelung ein. Auch die Produktionszeiten unterscheiden sich. Hochwertige Bildbände benötigen längere Vorlaufzeiten für Fotografie, Farbproofs und Freigaben. Die Druckvorstufe für Mehrplattenbilder, individuelle Covergestaltung und Bindungsspezifikationen verlängert den Produktionsablauf. Die Abstimmung mit spezialisierten Anbietern für Folienprägung, Kantenfärbung oder individuelle Schuber kann die Produktionszeit zusätzlich verlängern. Standardbücher profitieren von optimierten Arbeitsabläufen, etablierten Druckketten und kürzeren Druckvorstufenzyklen. Die Vertriebskanäle spiegeln diese Unterschiede wider. Bildbände zielen häufig auf Boutique-Buchhandlungen, Museumsshops, Galerien und den Direktvertrieb über Markenwebsites ab. Ihr höherer Preis und ihre visuelle Attraktivität eignen sich für kuratierte Einzelhandelsumgebungen, in denen die Präsentation eine wichtige Rolle spielt. Standardbücher hingegen sind für den Massenmarkt, Online-Marktplätze, Bibliotheken und den Großhandel bestimmt und setzen auf hohe Auflagen und gute Verfügbarkeit. Auch die Marketingstrategien unterscheiden sich: Bildbände setzen stark auf visuelles Marketing, Influencer-Kooperationen und Veranstaltungen wie Signierstunden oder Ausstellungen, während Standardbücher Rezensionen, die Aufnahme in Buchclubs und Preisaktionen priorisieren. Retouren und Bestandsmanagement werden unterschiedlich gehandhabt; teure Bildbände bergen ein höheres Risiko, wenn sie nicht verkauft werden. Daher entscheiden sich Verlage möglicherweise für limitierte Auflagen, Sondereditionen oder Kommissionsvereinbarungen mit Einzelhändlern. Standardbücher weisen zwar oft höhere Retourenquoten auf, lassen sich aber bei Nachfragespitzen kostengünstiger nachdrucken. Beide Ansätze erfordern ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Qualität, Kosten und Zeitaufwand, wobei die daraus resultierenden wirtschaftlichen Aspekte die Entscheidungen in jeder Phase beeinflussen – von der ersten Gestaltung bis hin zum finalen Marketing.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Druck von Bildbänden und Standardbüchern hinsichtlich Intention, Materialien, Verfahren und Wirtschaftlichkeit unterscheidet. Bildbände legen Wert auf visuelle Qualität, haptische Haptik und Präsentationswert, was zu Entscheidungen bezüglich Papier, Bindung, Farbmanagement und Veredelung führt, die sowohl die Produktionskomplexität als auch die Kosten erhöhen. Standardbücher hingegen betonen Lesbarkeit, Erschwinglichkeit und effiziente Produktion und wählen Materialien und Methoden, die eine breite Verbreitung und nachhaltiges Lesen ermöglichen.
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