Eine ansprechend gestaltete Broschüre kann informieren, überzeugen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ob Firmenbroschüre, Veranstaltungsprogramm, Produktkatalog oder Kreativportfolio – die Wahl des Druckverfahrens beeinflusst die Wahrnehmung Ihrer Inhalte durch die Leser. Dieser Artikel hilft Ihnen bei der Auswahl der passenden Druckoption für Ihre Broschüre und stellt sicher, dass diese zu Ihrem Budget, Zeitplan und der gewünschten visuellen Wirkung passt.
Bevor Sie Dateien an eine Druckerei senden oder bei einem Online-Dienst hochladen, ist es wichtig, die Vor- und Nachteile verschiedener Materialien, Technologien, Veredelungen und Produktionsabläufe zu verstehen. In den folgenden Abschnitten werden wesentliche Aspekte beleuchtet: Papierauswahl, Druckverfahren, Bindungsoptionen, Farb- und Veredelungsoptionen, Kosten- und Lieferzeitüberlegungen sowie Best Practices für die Dateivorbereitung. Lesen Sie weiter, um klare und praktische Anleitungen zu erhalten, damit Ihre Broschüre genau so aussieht und funktioniert, wie Sie es sich wünschen.
Papierauswahl: Gewicht, Oberflächenbeschaffenheit und Nachhaltigkeit
Papier ist der wichtigste haptische Faktor, der die wahrgenommene Qualität einer Broschüre maßgeblich beeinflusst. Die Papierauswahl beginnt mit dem Gewicht, das häufig in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) oder Pfund (lb) angegeben wird. Für die Innenseiten reichen die typischen Optionen von leichtem Papier mit 70–90 g/m² (dünn, kostengünstig) bis hin zu schwererem Papier mit 120–170 g/m² (substanziell, höhere wahrgenommene Qualität). Umschläge bestehen in der Regel aus schwererem Papier – 200–350 g/m² oder gestrichenem Karton –, um Stabilität und Schutz zu gewährleisten. Schwereres Papier kann Farben kräftiger wirken lassen und eine hochwertige Anmutung vermitteln, erhöht aber auch das Volumen, die Portokosten und kann die Bindungsmöglichkeiten einschränken. Berücksichtigen Sie den Verwendungszweck: Ein mehrseitiger Katalog, der häufig in die Hand genommen werden soll, profitiert von schwererem, gestrichenem Papier, während ein Informationsblatt auch mit leichterem Papier auskommt.
Die Oberflächenbeschaffenheit ist genauso wichtig wie das Gewicht. Beschichtete Papiere (Satin, Seide, Glanz) erzeugen schärfere Bilder und lebendigere Farben, da sie die Tintenaufnahme reduzieren und die Pigmente an der Oberfläche halten. Glanzbeschichtungen maximieren die Farbsättigung und eignen sich hervorragend für Fotos und ausdrucksstarke Bilder, während Satin oder Seide einen guten Kompromiss bieten, indem sie Spiegelungen minimieren und Details erhalten. Unbeschichtete Papiere bieten eine matte, haptische Qualität, die sich natürlicher anfühlt und Eleganz oder handwerkliches Branding vermitteln kann. Sie absorbieren mehr Tinte und erzeugen so einen weicheren Look, der ideal für textlastige Broschüren oder Designs mit handgefertigtem Charakter ist.
Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Recyclingpapiere unterscheiden sich in Weißgrad und Textur – der Anteil an Altpapier ist entscheidend. FSC- oder PEFC-zertifizierte Papiere garantieren verantwortungsvolle Forstwirtschaft. Wenn Umweltaspekte für Ihre Zielgruppe wichtig sind, wählen Sie Recyclingpapier oder zertifiziertes Papier und bitten Sie Ihre Druckerei um umweltfreundliche Farben und Druckverfahren. Manche Papiere weisen zudem besondere Eigenschaften auf, wie beispielsweise Opazität (verringert das Durchscheinen dünner Papiere) oder Volumen (fühlt sich dicker an, ohne schwerer zu sein). Dies kann insbesondere bei mehrseitigen Broschüren wichtig sein, da Durchscheinen die Lesbarkeit beeinträchtigt.
Schließlich muss die Kombination aus Bindung und Papier kompatibel sein. Sehr dickes Papier mit hoher Seitenzahl kann die Rückendrahtheftung unpraktisch machen; Klebebindung oder Heftung sind dann möglicherweise besser geeignet. Fordern Sie immer Papiermuster und Druckproben von Ihrer Druckerei an. Die haptische Prüfung vor Ort hilft Ihnen, Haptik, Opazität und Farbwiedergabe unter realistischen Lichtverhältnissen zu beurteilen – Details, die eine digitale Vorschau nicht vollständig wiedergeben kann.
Drucktechnologien: Digitaldruck, Offsetdruck und Print-on-Demand erklärt
Das Verständnis von Drucktechnologien ist entscheidend, um die Anforderungen Ihres Projekts hinsichtlich Umfang, Zeitplan und Qualität zu erfüllen. Die beiden wichtigsten Kategorien sind Digitaldruck und Offsetdruck, jede mit ihren spezifischen Vorteilen. Digitaldruck nutzt elektrofotografische oder Tintenstrahlverfahren und eignet sich hervorragend für kleinere Auflagen, schnelle Bearbeitungszeiten und variablen Datendruck (individuell gestaltete Seiten pro Exemplar). Da beim Digitaldruck keine Platteneinrichtung erforderlich ist, ist er kostengünstig für kleine Mengen und schnelle Korrekturen. Moderne Digitaldruckmaschinen liefern zudem eine beeindruckende Farbkonsistenz, obwohl Farbraum und Papierverarbeitung im Vergleich zum Offsetdruck bei bestimmten Medientypen eingeschränkt sein können.
Der Offsetdruck, ein traditionelles lithografisches Verfahren, liefert höchste Bildtreue und Farbgenauigkeit, sofern die Auflagenhöhe die anfänglichen Einrichtungskosten für Druckplatten und Farbkalibrierung rechtfertigt. Offsetdruck bietet einen großen Farbraum, exzellente Detailwiedergabe und Flexibilität bei Spezialfarben wie Pantone-Sonderfarben. Bei größeren Auflagen senkt Offsetdruck die Stückkosten im Vergleich zum Digitaldruck deutlich. Er ist zudem das bevorzugte Verfahren für Projekte, die ungewöhnliche Papiersorten, höhere Grammaturen oder aufwendige Weiterverarbeitungen erfordern, da viele Offsetdruckanlagen mit leistungsstarken Weiterverarbeitungsmaschinen integriert sind.
Print-on-Demand-Dienste vereinen digitale Technologie mit dem Komfort des Online-Shoppings. Sie können genau die benötigte Anzahl an Exemplaren bestellen und später Nachbestellungen aufgeben, ohne Lagerkosten. Dies ist ideal für den fortlaufenden Vertrieb, limitierte Auflagen oder das Testen verschiedener Inhaltsvarianten. Da Print-on-Demand häufig Digitaldruckmaschinen nutzt, ist die sofortige Verfügbarkeit zwar ein Vorteil, es kann jedoch Einschränkungen bei der Papierauswahl, den Bindungsarten oder den Spezialfarben geben. Prüfen Sie daher, ob der Anbieter die gewünschten Oberflächen und Papierstärken anbietet und ob sein Farbmanagement Ihren Anforderungen entspricht.
Es gibt zudem immer mehr Hybridlösungen und Großformat-Inkjet-Druckmaschinen, die hochwertige Broschüren mit satten Farben und schnellen Umrüstzeiten produzieren können. Wenn Farbgenauigkeit oberste Priorität hat, sollten Sie potenzielle Druckereien nach ihren Farbmanagement-Workflows fragen – ob sie ICC-Profile verwenden, wie sie die Umwandlung von Spot- in Prozessfarben handhaben und ob sie Proofs mit kalibrierten Druckmaschinen erstellen können. Proofs sind entscheidend: Softproofs geben einen ersten Eindruck, aber Hardproofs, die auf der vorgesehenen Druckmaschine oder einer kalibrierten Drucksimulation gedruckt werden, liefern die zuverlässigste Aussage über das Endergebnis.
Abschließend sollten Sie Lieferzeit und Konsistenz berücksichtigen. Digitaldruck ist unschlagbar schnell und eignet sich ideal für Kleinauflagen; Offsetdruck ist der Standard für große, kostengünstige Auflagen und höchste Detailgenauigkeit; Print-on-Demand bietet Flexibilität und reduziert das Lagerrisiko. Die „richtige“ Technologie hängt von Menge, Zeit, Budget, Papiersorte sowie dem gewünschten Grad an Farbtreue und Verarbeitungsqualität ab.
Bindungsmethoden und ihre Auswirkungen auf Design und Benutzerfreundlichkeit
Die Bindung bestimmt nicht nur, wie Ihre Broschüre zusammenhält, sondern auch, wie sie sich öffnen, lesen und im Gebrauch halten lässt. Verschiedene Bindungsmethoden haben praktische und ästhetische Auswirkungen und beeinflussen die Papierwahl, Layoutaspekte wie Bundstege und Ränder sowie die wahrgenommene Haltbarkeit des Endprodukts. Die gängigsten Bindungen für Broschüren sind Rückendrahtheftung, Klebebindung, Kamm- oder Spiralbindung sowie Heft- oder Falttechniken für kleinere Formate.
Die Rückendrahtheftung (Heften durch den Rücken) ist eine kostengünstige und gängige Wahl für Broschüren mit relativ geringem Seitenumfang – typischerweise bis zu etwa 64 Seiten, abhängig vom Papiergewicht. Sie ermöglicht es, dass die Broschüre beim Öffnen relativ flach aufliegt, jedoch können sehr dicke Stapel verhindern, dass sich die Seiten in der Mitte vollständig öffnen lassen. Da rückendrahtgeheftete Broschüren in Lagen (gefalteten Blättern) zusammengefügt werden, muss beim Design die Anordnung der Seiten vor dem Falten berücksichtigt werden, damit Umschlag und Innenseiten korrekt ausgerichtet sind. Die Seitenzahlen müssen unter Berücksichtigung der Bindung berechnet werden, und das Umschlagpapier ist in der Regel schwerer, um die Stabilität zu gewährleisten.
Die Klebebindung verklebt die Seiten zu einem quadratischen Buchrücken und eignet sich ideal für dickere Broschüren, Kataloge und Zeitschriften, die ein hochwertiges Erscheinungsbild erfordern. Diese Methode ermöglicht höhere Seitenzahlen und funktioniert gut mit schwererem Papier und gestrichenen Umschlägen. Klebegebundene Buchrücken können bedruckt werden, um Titel oder Markenlogos darzustellen, und das fertige Produkt wirkt wertiger. Allerdings lässt sich eine Broschüre mit Klebebindung in der Regel nicht ohne Weiteres flach aufschlagen, und die ersten Millimeter des inneren Randes nahe dem Buchrücken können schwer lesbar sein, wenn im Layout kein zusätzlicher Bundsteg vorgesehen ist.
Spiral- oder Kammbindung ermöglichen es, Broschüren vollständig zu öffnen und flach aufzuschlagen, wodurch sie sich ideal für Handbücher, Arbeitshefte und Kochbücher eignen. Spiralbindungen bieten eine hohe Funktionalität und Langlebigkeit für häufigen Gebrauch, wirken aber im Vergleich zur Klebebindung weniger formell. Kammbindungen erlauben in manchen Fällen das Einlegen und Umordnen von Seiten, jedoch benötigen beide Systeme ausreichend Platz für die Löcher und den Bindemechanismus.
Weitere Optionen sind Layflat-Bindungen für Fotobücher und Fadenheftungen für hochwertige, langlebige Publikationen. Jede Bindungsart schränkt die Anordnung von Bildern und Text im Bereich des Buchrückens ein. Stimmen Sie sich bei der Wahl der Bindung mit Ihrer Druckerei ab, um die empfohlenen Seitenzahlen, Papierstärken und Seitenränder zu klären. Fordern Sie nach Möglichkeit immer ein Probeexemplar an, um die Lesbarkeit, das Aussehen des Buchrückens und die Auswirkungen der gewählten Bindung auf das Leseerlebnis zu überprüfen.
Farbmanagement und Veredelung: So stellen wir sicher, dass Ihre Bilder optimal zur Geltung kommen und auch bei unsachgemäßer Handhabung lange halten.
Farbmanagement schließt die Lücke zwischen Bildschirmdarstellung und Druckergebnis. Die Definition und Steuerung eines Farbworkflows spart Zeit, reduziert kostspielige Nachdrucke und gewährleistet die konsistente Wiedergabe Ihrer Markenfarben. Beginnen Sie mit der Gestaltung in einem für den Druck geeigneten Farbraum – typischerweise CMYK oder, bei Bedarf an exakter Farbübereinstimmung, mit Pantone-Sonderfarben. Bilder von Digitalkameras liegen oft im RGB-Farbraum vor; die frühzeitige Konvertierung in CMYK ermöglicht es Ihnen, Farbverschiebungen zu beurteilen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Erfragen Sie bei Ihrer Druckerei das spezifische ICC-Profil, das für Proofing und Druck verwendet wird, um Ihre Dateien an die Druckbedingungen anzupassen.
Sonderfarben, oft mit Pantone-Codes angegeben, sind unverzichtbar, wenn präzise Markenfarben oder Metallic- und Fluoreszenzeffekte benötigt werden. Sie umgehen die Einschränkungen des CMYK-Farbraums und ermöglichen Farbtöne, die mit herkömmlichen Farbkombinationen nicht erzielt werden können. Allerdings erhöhen Sonderfarben die Kosten, da zusätzliche Farbstationen oder Druckplatten erforderlich sind. Sie eignen sich daher eher für Offsetdruck, wo der Nutzen die Einrichtungskosten übersteigt.
Oberflächenveredelungen verbessern die Optik und schützen die Druckseiten. Lacke (wasserbasiert oder UV-lackiert) verleihen Glanz und Haltbarkeit. Wasserbasierte Lacke sind umweltfreundlicher und trocknen schnell, während UV-Lacke eine widerstandsfähige, hochglänzende Oberfläche bieten, aber unter Umständen weniger gut mit bestimmten Bindeverfahren kompatibel sind. Laminierungen (matte oder glänzende Folie) erzeugen eine strapazierfähige Oberfläche, die kratz- und fingerabdruckbeständig ist. Matte Laminierung sorgt für ein edles, dezentes Erscheinungsbild, während glänzende Laminierung die Farbbrillanz maximiert. Partielle Lackierung oder UV-Lackierung eignen sich, um bestimmte Elemente hervorzuheben, ohne die gesamte Seite zu beschichten. Beachten Sie jedoch, dass zusätzliche Verfahren höhere Kosten verursachen und längere Aushärtungs- und Bearbeitungszeiten erfordern können.
Für textintensive oder archivfeste Broschüren empfiehlt sich die Verwendung von Archivtinten und säurefreiem Papier, um Vergilbung und Alterung vorzubeugen. Soll die Broschüre per Post versendet werden, wählen Sie Oberflächen und Papiere, die abriebfest und resistent gegen Tintenabrieb sind. Fordern Sie stets physische Muster von gestrichenen und ungestrichenen Oberflächen an und erkundigen Sie sich nach deren Wirkung auf die gewählte Bindung. Testen Sie außerdem, wie sich die Oberflächen auf die Lesbarkeit auswirken: Hochglanz kann unter Ausstellungslicht spiegeln, während stark matte Beschichtungen die Bildschärfe leicht beeinträchtigen können. Durchdachte Farbgestaltung und hochwertige Veredelung ergeben Broschüren, die nicht nur gut aussehen, sondern auch langlebig sind und Ihren Markenstandards entsprechen.
Menge, Preisgestaltung und Lieferzeit: Kosten und Flexibilität im Gleichgewicht halten
Die Auflagenmenge ist einer der wichtigsten Faktoren für die Druckstrategie. Große Auflagen senken in der Regel die Stückkosten, da sich die Einrichtungskosten (Platten, Maschinenrüstzeit) auf mehr Exemplare verteilen. Dadurch ist Offsetdruck für Projekte mit hohem Volumen deutlich wirtschaftlicher. Für kleine oder variable Auflagen sind Digitaldruck und Print-on-Demand oft die bessere Wahl, da sie hohe Vorlaufkosten vermeiden und das Lagerrisiko minimieren. Um die richtige Entscheidung zu treffen, sollten Sie den realistischen Bedarf an Auflagen abschätzen, mögliche Änderungen einkalkulieren und Lager- und Vertriebskosten einplanen.
Die Kostenstruktur variiert je nach Druckerei und Druckverfahren. Beachten Sie die preisbestimmenden Faktoren: Einrichtungsgebühren, Druckvorstufe, Papierkosten (die bei schwereren oder Spezialpapieren steigen), Druckfarben und Weiterverarbeitung, Bindung und Versand. Einige Druckereien bieten gestaffelte Preise mit Mengenrabatten an. Berechnen Sie daher die Gesamtkosten für alle voraussichtlichen Bestellmengen. Berücksichtigen Sie die Gesamtbetriebskosten: Die Lagerung Tausender Exemplare verursacht Kosten und bindet Kapital, während kleinere, häufigere Bestellungen zwar die Stückkosten erhöhen, aber den Abfall reduzieren und Flexibilität für Inhaltsaktualisierungen bieten.
Die Lieferzeit beeinflusst die Wahl des Druckverfahrens. Digitaldruck bietet in der Regel die schnellste Bearbeitungszeit, oft innerhalb weniger Tage. Offsetdrucke hingegen, insbesondere komplexe Auflagen mit Spezialbeschichtungen oder Veredelungen, können je nach Auftragslage und Veredelungsanforderungen mehrere Tage bis Wochen dauern. Bei saisonalen Kampagnen oder wichtigen Terminen sollten Sie diese frühzeitig kommunizieren und Ihre Druckerei um realistische Zeitpläne bitten, die Proofing, Druckzeit, Veredelung und Versand umfassen. Planen Sie Pufferzeiten für die Freigabe von Farbproofs und unvorhergesehene Verzögerungen ein.
Variabler Datendruck (VDP) ist ein wesentlicher Vorteil digitaler Druck- und Print-on-Demand-Dienste. Benötigen Sie personalisierte Broschüren – mit Namen, zielgerichteten Bildern oder regionsspezifischen Inhalten? Digitale Workflows ermöglichen individuelle Inhalte pro Exemplar zu günstigen Konditionen. Diese Funktion ist ideal für Direktmailings, Mitgliedermaterialien oder Marketingkampagnen an mehreren Standorten. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihre Daten fehlerfrei sind und Testverfahren implementiert sind, um Fehler zu vermeiden.
Fordern Sie abschließend detaillierte Angebote an und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die Musterqualität, die Reaktionsschnelligkeit des Kundenservice sowie Garantie- und Nachdruckbedingungen. Ein etwas höherer Preis von einem zuverlässigen Anbieter, der gleichbleibende Farben und pünktliche Lieferung gewährleistet, kann langfristig Kosten sparen, im Vergleich zum Wechsel zu einem günstigeren, aber unzuverlässigen Anbieter.
Dateivorbereitung und Korrekturlesen: Vermeiden Sie Überraschungen beim Druck
Die korrekte Vorbereitung Ihrer Dateien ist einer der besten Wege, kostspielige Verzögerungen und minderwertige Ergebnisse zu vermeiden. Beginnen Sie mit der richtigen Dokumenteinrichtung: Legen Sie das Endformat fest, berücksichtigen Sie einen ausreichenden Beschnittzugabe (üblicherweise 3–5 mm), um weiße Ränder nach dem Beschneiden zu vermeiden, und achten Sie auf ausreichend Sicherheitsränder, damit wichtiger Text nicht zu nah am Rand oder am Buchrücken liegt. Bei Doppelseiten, die über den Bundsteg hinausgehen, wählen Sie die Bindungsmethode sorgfältig aus, um sicherzustellen, dass Bilder oder Text im Buchrücken nicht verloren gehen. Verwenden Sie nach Möglichkeit Vektorformate für Logos und Strichzeichnungen, um in jeder Größe scharfe Kanten zu gewährleisten.
Schriften und Bilder erfordern besondere Aufmerksamkeit. Um Ersetzungsprobleme zu vermeiden, sollten Schriften eingebettet oder in Pfade umgewandelt werden. Überprüfen Sie die Lizenzen aller verwendeten Schriftarten. Rasterbilder sollten eine hohe Auflösung aufweisen – idealerweise 300 dpi in der endgültigen Ausgabegröße für Fotos. Niedrig aufgelöste Bilder, die auf dem Bildschirm gut aussehen, wirken im Druck oft pixelig. Konvertieren Sie RGB-Bilder in das von Ihrer Druckerei empfohlene CMYK-Profil. Beachten Sie, dass sich einige kräftige RGB-Farben bei der Konvertierung verändern können. Falls Sonderfarben verwendet werden, definieren Sie diese klar in Ihrem Dokument und geben Sie an, ob sie als Sonderfarben erhalten bleiben oder in Prozessfarben umgewandelt werden sollen.
Exportieren Sie Ihre Dateien in robusten, druckfertigen Formaten – PDF/X-Standards (wie PDF/X-1a oder PDF/X-4) sind für Druckprozesse optimiert und betten Schriften, Bilder und Farbprofile korrekt ein. Fügen Sie Schnittmarken und gegebenenfalls Beschnittmarken und Anschnitt hinzu. Stellen Sie einen separaten Ordner mit verknüpften hochauflösenden Bildern bereit, falls Ihre Druckerei dies verlangt. Reduzieren Sie transparente Ebenen nur dann, wenn dies unbedingt erforderlich ist, um unerwartete Überdrucke und Probleme beim Reduzieren von Transparenzen zu vermeiden.
Die Anfertigung von Korrekturabzügen ist unerlässlich. Ein digitaler Korrekturabzug (PDF) eignet sich für erste Prüfungen, kann aber weder Farbe noch Papieroberfläche vollständig darstellen. Ein gedruckter Korrekturabzug, entweder auf der Druckmaschine oder auf einem kalibrierten Proofing-Gerät, bietet die zuverlässigste Vorschau der Farbwiedergabe. Fordern Sie einen Vertragsabzug an, wenn es auf Farbgenauigkeit ankommt – dies ist ein unterschriebener physischer Korrekturabzug, der innerhalb der vereinbarten Toleranzen drucktechnisch exakt wiedergegeben wird. Prüfen Sie die Korrekturabzüge auf Farbverschiebungen, Lesbarkeit des Textes, Bildqualität und korrekte Seitenzahlen. Lassen Sie sich Korrekturabzüge von gebundenen Prototypen zeigen, wenn die Bindung die Ränder oder das Aussehen des Buchrückens verändern könnte.
Abschließend ist eine klare Kommunikation mit Ihrer Druckerei unerlässlich. Stellen Sie ein Datenblatt mit Angaben zu Papiersorte, Bindungsart, Veredelung und Farbprofilen bereit. Geben Sie Kontaktdaten für die Freigabe an und legen Sie fest, was geschieht, wenn das Endprodukt vom freigegebenen Korrekturabzug abweicht. Die enge Zusammenarbeit bei der Dateivorbereitung und der Freigabe der Korrekturabzüge minimiert Nachdrucke, schont Ihr Budget und stellt sicher, dass Ihre Broschüre die gewünschte Wirkung erzielt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl des richtigen Druckverfahrens für Ihre Broschüre eine sorgfältige Abwägung von Papier, Drucktechnologie, Bindung, Farbmanagement, Kosten und einer präzisen Dateivorbereitung erfordert. Jede Entscheidung beeinflusst sowohl das Erscheinungsbild als auch die praktische Funktionalität Ihrer Broschüre, und diese Entscheidungen hängen voneinander ab: Die Papierwahl beeinflusst die Bindungsmöglichkeiten; das Druckverfahren die Machbarkeit von Sonderfarben; und die Auflage entscheidet darüber, ob Digital- oder Offsetdruck wirtschaftlicher ist.
Nehmen Sie sich Zeit, Muster anzufordern, Korrekturabzüge zu verlangen und ausführliche Gespräche mit Ihrer Druckerei über deren Möglichkeiten und Farbprozesse zu führen. Indem Sie Ästhetik, Budget und Zeitplan aufeinander abstimmen und der Dateieinrichtung sowie der Freigabe der Korrekturabzüge große Aufmerksamkeit schenken, minimieren Sie Überraschungen und erhalten eine Broschüre, die Ihre Botschaft wirkungsvoll vermittelt und Ihren Lesern lange Freude bereitet.
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