Ein lackierter Buchschnitt kann ein schlichtes Buch in ein faszinierendes Objekt verwandeln – ein haptisches und visuelles Highlight, das zum Anfassen einlädt und handwerkliche Qualität verspricht. Ob Sie eine kleine Kunstedition, einen luxuriösen Bildband gestalten oder einem Taschenbuch eine überraschende Note verleihen möchten: Der gekonnte Einsatz lackierter Buchschnitte wertet Ihre Arbeit auf. Dieser Artikel erläutert praktische Ansätze, technische Aspekte und kreative Strategien, damit Sie lackierte Buchschnitte für verschiedenste Projekte sicher einsetzen können.
Wenn Sie schon einmal in einem Buch geblättert und bemerkt haben, dass die Seitenränder metallisch schimmern, einen unerwarteten Farbtupfer aufweisen oder einen sanften, matten Farbton haben, der perfekt zum Einband passt, dann sind Ihnen Farbschnitte aufgefallen. Diese scheinbar einfache Veredelungstechnik hat das Potenzial, Markenwerte zu vermitteln, Kontraste zu erzeugen oder narrative Elemente zu verstärken. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie Sie Farbschnitte von der Konzeption bis zur Produktion optimal für Ihre Designs einsetzen können.
Was sind besprühte Kanten, ihre Geschichte und warum sind sie im zeitgenössischen Buchdesign wichtig?
Besprühte Schnittkanten sind eine Veredelungstechnik, die am beschnittenen Vorder-, Kopf- und Fußschnitt eines Buchblocks angewendet wird. Dabei wird Tinte auf die freiliegenden Papierkanten gesprüht oder auf andere Weise aufgetragen. Historisch gesehen hat die Schnittverzierung ihre Wurzeln im mittelalterlichen Buchhandel, wo die Vergoldung sowohl praktischen als auch ästhetischen Zwecken diente: Sie schützte die Kanten vor Feuchtigkeit und verlieh einem Buch ein prestigeträchtiges Aussehen. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich die Schnittverzierungen über Blattgold hinaus weiter und umfassten farbige Farben, Marmormuster und in jüngerer Zeit Sprühtinten und Metalllacke. Das Wiederaufleben besprühter Schnittkanten im zeitgenössischen Design spiegelt das kulturelle Bedürfnis nach Haptik und sichtbarer Handwerkskunst in physischen Medien wider, insbesondere angesichts der zunehmenden Verbreitung des digitalen Lesens.
Im Designbereich erfüllen lackierte Buchschnitte mehrere Funktionen. Optisch wirken sie als Akzent und können entweder mit dem Coverdesign harmonieren oder bewusst einen Kontrast dazu bilden, um bestimmte Aspekte hervorzuheben. Eine durchgehende Farbe entlang der Schnittkanten sorgt für einen sofortigen Blickfang im Regal und verleiht dem Buchrücken eine einzigartige Optik, die es von anderen Titeln abhebt. Der Glanz von Metallic-Lackierungen reflektiert das Licht im Buchladenregal und setzt die Schnittkante gekonnt in Szene. Auch haptisch verändern lackierte Schnittkanten das Leseerlebnis, da sich die Oberfläche beim Überstreichen mit dem Daumen anders anfühlt. Diese sinnliche Ebene kann das Bekenntnis einer Marke zu hochwertigen oder handwerklich gefertigten Produktionswerten unterstreichen.
Aus erzählerischer Sicht können farbige Buchschnitte symbolische Bedeutung haben. Designer und Autoren wählen die Farbe des Schnitts oft gezielt, um bestimmte Themen zu unterstreichen – blutrote Schnitte für Thriller, gedeckte Erdtöne für naturkundliche Werke, Gold- oder Kupferfarben für historische Bücher –, sodass das Buch selbst Teil der Erzählung wird. Bei Reihen oder limitierten Auflagen können unterschiedliche Farbschattierungen verschiedene Auflagen, Sonderausgaben oder Sammlerexemplare kennzeichnen und das Buch so zu einem begehrten Sammlerstück machen. In einem hart umkämpften Markt kann eine solch markante Veredelung Aufmerksamkeit erregen und gleichzeitig Preis, Qualität und Zielgruppe kommunizieren. Für Kleinverlage und Selfpublisher sind farbige Buchschnitte eine Möglichkeit, einen wahrgenommenen Wert zu vermitteln und eine haptische Signatur zu schaffen, die digitale Formate nicht bieten können.
Schließlich hat die zunehmende Verbreitung von handwerklichen und individuellen Publikationen die Nachfrage nach ästhetisch ansprechenden und technisch realisierbaren Buchschnitten im Rahmen moderner Druckauflagen erhöht. Fortschritte bei Sprühapplikationssystemen, UV-härtenden Tinten und Umgebungsbedingungen haben Sprühschnitte auch jenseits des Luxussegments zugänglich gemacht. Das Verständnis ihrer Geschichte und vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten hilft Designern, bewusste Entscheidungen zu treffen – und sicherzustellen, dass Sprühschnitte nicht nur ein dekoratives Element, sondern integraler Bestandteil der Buchidentität sind.
Materialien, Tinten und technische Einschränkungen: Was Sie vor der Spezifizierung von Spritzkanten wissen müssen.
Bevor man sich für das Spritzlackieren von Buchschnitten entscheidet, ist es entscheidend, die Material- und technischen Gegebenheiten zu verstehen, die das Ergebnis beeinflussen. Der wichtigste Faktor ist das Papier des Buchblocks. Papierdichte, Faserzusammensetzung und vorhandene Beschichtungen bestimmen, wie gut das Spray haftet und wie gleichmäßig das Ergebnis aussieht. Ungestrichene Papiere mit poröser Oberfläche absorbieren Pigmente anders als gestrichene oder glasierte Papiere. Bei ersteren muss die Sprühviskosität sorgfältig eingestellt werden, um ein Ausfransen oder ungleichmäßiges Eindringen zu vermeiden, während letztere bei unsachgemäßer Vorbereitung zu Tropfenbildung oder schlechter Haftung führen können. Bei Büchern mit verschiedenen Lagen und Papiersorten sollte der Spritzschnitt getestet werden, um ein einheitliches Ergebnis auf allen Seiten zu gewährleisten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Beschnitt. Die besprühten Kanten werden üblicherweise nach dem Beschneiden des Buchblocks, aber vor dem Einbinden oder den abschließenden Bindeschritten aufgetragen. Ungleichmäßiger Beschnitt kann zu Sprühansammlungen oder dünnen Stellen führen; daher sind präziser Beschnitt und eine ebene Blockoberfläche unerlässlich. Der Sprühauftrag selbst kann mit verschiedenen Technologien erfolgen: manuelle Airbrush-Systeme für Kleinauflagen und handgefertigte Editionen, automatische Sprühkabinen mit gesteuerten Düsen für größere Auflagen oder sogar Tauch- und Wischtechniken für besonders spezifische Effekte. Jede Methode liefert unterschiedliche Texturen und bietet unterschiedliche Kontrollmöglichkeiten. Manuelles Sprühen ermöglicht subtile Farbverläufe und handgefertigte Oberflächen, kann aber bei großen Auflagen Probleme mit der Konsistenz haben. Automatische Systeme bieten Wiederholgenauigkeit, erfordern jedoch zeitaufwändige Einrichtung und das Abkleben zum Schutz von Buchrücken und Einband.
Die Wahl der Pigmente und Bindemittel ist ebenso wichtig. Wasserbasierte Druckfarben sind umweltfreundlicher und leichter zu reinigen, erfordern jedoch unter Umständen eine Vorbehandlung oder zusätzliche Versiegelung, um Abrieb und Ausbleichen zu verhindern. Lösemittelbasierte oder UV-härtende Lacke bieten strapazierfähige Oberflächen und eine intensivere Farbwiedergabe; allerdings können sie zusätzliche Anforderungen an Belüftung und Sicherheit in der Produktionsumgebung mit sich bringen. Metalllacke und Glimmerpigmente erzeugen einen reflektierenden Glanz, der luxuriös wirkt, sind aber anfällig für Fingerabdrücke und benötigen möglicherweise eine zusätzliche Beschichtung für mehr Abriebfestigkeit. Besprechen Sie bei der Auswahl von Metallic-Farben mit Ihrer Druckerei die Partikelgröße und den Reflexionswinkel, da diese die Farbwahrnehmung und den Glanz des Buches unter verschiedenen Lichtverhältnissen beeinflussen.
Das Abkleben ist ein wichtiger technischer Schritt. Sofern das Buchdesign nicht ausdrücklich besprühte Kanten vorsieht, die sich bis zum Umschlag erstrecken, ist ein sorgfältiges Abkleben des Buchrückens und der Buchdeckel notwendig, um Sprühnebel zu vermeiden. Gängige Materialien sind Klebebänder, Klebefolien oder spezielle Kantenschutzleisten. Bei Schutzumschlägen oder laminierten Umschlägen sollte der zum Abkleben verwendete Klebstoff getestet werden, um Beschädigungen der Oberfläche auszuschließen. Temperatur und Luftfeuchtigkeit während des Auftragens beeinflussen Trocknung und Haftung: Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann die Aushärtung behindern, zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann zu Klebrigkeit führen. Für die Farbabstimmung sollten Sie der Druckerei Farbmuster oder Pantone-Referenzen zur Verfügung stellen und auf Probedrucken auf dem tatsächlichen Papier bestehen, um die Absorption und den endgültigen Farbton zu beurteilen.
Abschließend sollten Sie die Haltbarkeit berücksichtigen. Besprühte Kanten kommen mit Händen, Oberflächen und anderen Büchern in Berührung. Ist das Sprühpigment nicht fixiert oder versiegelt, kann es abfärben, abreiben oder verblassen. Versiegelungen schützen zwar die Oberfläche, verändern aber auch deren Glanz und Haptik. Besprechen Sie die Möglichkeiten für matte, seidenmatte oder glänzende Decklacke und führen Sie Abriebtests durch, um die tatsächliche Leistung zu ermitteln. Wenn Sie diese Material- und technischen Einschränkungen im Vorfeld kennen, sparen Sie Zeit, reduzieren Abfall und stellen sicher, dass die besprühte Kante die ästhetischen und funktionalen Anforderungen Ihres Designs erfüllt.
Gestaltungsstrategien: Integration der Spritzkanten in Bezug auf Einband, Typografie und Gesamtkonzept
Lackierte Buchschnitte sollten als Bestandteil des Gesamtdesigns und nicht als eigenständiges Ornament betrachtet werden. Legen Sie zunächst fest, welche Rolle der lackierte Buchschnitt für die Identität des Buches spielen soll. Soll er eine Reihe vereinheitlichen, eine überraschende Enthüllung darstellen oder als direkte Erweiterung des Farbschemas von Cover und Innenteil fungieren? Die klare Zielsetzung bestimmt die Farbauswahl, die Oberflächenbehandlung und die Applikationsmethode. Beispielsweise schafft die Verwendung desselben Farbtons wie ein dominantes Coverelement ein harmonisches Gesamtbild, während eine Kontrastfarbe für mehr Dramatik sorgt und in einem vollen Regal die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Beachten Sie den Bezug zur Typografie. Wenn das Buch auf dem Cover oder Buchrücken markante typografische Elemente aufweist, kann ein farbiger Buchschnitt diese entweder ergänzen oder ausgleichen. Ein zarter, heller Farbton kann einen subtilen Heiligenschein um eine fette schwarze Schrift erzeugen, während ein kräftiger, satter Farbton die Intensität eines fettgedruckten Titels unterstreicht. Designer sollten auch die visuelle Linie berücksichtigen, die beim Schließen des Buches entsteht: Die drei sichtbaren Kanten bilden ein Farbband, das sich an vertikalen und horizontalen typografischen Rhythmen ausrichten lässt. Bei mehrbändigen Werken sorgt die Abstimmung der Kantenfarben über alle Bände hinweg für eine harmonische, lineare Komposition im Regal.
Denken Sie neben der Farbe auch an die Wirkung von Oberflächenbehandlung und Technik. Ein matter Sprühlack wirkt dezent und modern, während ein Hochglanz- oder Metallic-Lack Opulenz ausstrahlt. Auch die Textur spielt eine Rolle: Leicht körnige Sprühlacke oder handgebürstete Kanten verleihen dem Buch eine handwerkliche Note, glatte, maschinell aufgetragene Lacke hingegen einen edleren, industriellen Eindruck. Farbverläufe und mehrfarbige Oberflächenbehandlungen sorgen für Komplexität und Tiefe, erfordern aber geübte Anwendung und Tests, um vorhersehbare Ergebnisse zu erzielen. Enthält das Innere farblich gekennzeichnete Abschnitte oder thematische Übergänge, sollten Sie diese Elemente auch an den Buchschnittkanten aufgreifen – so erhalten die Leser bereits vor dem Öffnen einen Eindruck von der inneren Struktur des Buches.
Auch die Gestaltung von Buchrändern kann als erzählerisches Mittel dienen. So kann beispielsweise ein Roman, der sich mit Erinnerung oder Vergänglichkeit auseinandersetzt, von einem verwitterten oder oxidierten Farbauftrag profitieren. In einem Reisebericht könnten die Ränder in einem von Landkarten inspirierten Blau oder einem sandigen Ocker lackiert werden, um auf geografische Bezüge anzuspielen. In Fotobüchern erzeugt das Lackieren der Ränder mit einer Farbe, die die dominanten Farbtöne der Bilder ergänzt, ein subtiles Gefühl von Kontinuität. Bei Sachbüchern oder Kinderbüchern erhöhen leuchtende Primärfarben an den Rändern die haptische Anziehungskraft und die Sichtbarkeit und fördern so die Interaktion.
Praktische Designstrategien umfassen die frühzeitige Erstellung von Mockups und Prototypen. Digitale Mockups sind hilfreich für die erste Farbauswahl, ersetzen aber nichts durch physische Proofs. Arbeiten Sie mit Ihrer Druckerei zusammen, um Randmuster auf dem tatsächlichen Papier und mit der gewünschten Bindungsmethode anzufertigen. So können Sie beurteilen, wie die Farbe an den Kanten wirkt, wie widerstandsfähig sie gegen Berührung ist und wie sie sich unter Regalbeleuchtung verhält. Kommunizieren Sie Toleranzen klar und deutlich mit dem Produktionsteam. Eine Farbe, die auf einem zugeschnittenen Block perfekt aussieht, kann bei einem Druckvorgang aufgrund von Schwankungen der Luftfeuchtigkeit, des Zuschnitts oder der Farbmenge variieren. Dokumentieren Sie abschließend Ihre Spezifikationen – Pantone-Referenzen, Oberflächenart, Maskierungsanforderungen und Details zur Decklackierung –, damit die gesprühte Kante vom ersten Proof bis zur Auslieferung einheitlich bleibt.
Produktionsablauf und Oberflächenbehandlungstechniken: Praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung
Ein gut geplanter Produktionsablauf gewährleistet das sichere, gleichmäßige und effiziente Aufbringen der Spritzkanten. Beginnen Sie die Planung bereits in der Designphase: Integrieren Sie die Spritzkanten in Ihren Produktionsplan, planen Sie Zeit für Tests und Korrekturabzüge ein und kalkulieren Sie mögliche Nacharbeiten ein. Die übliche Reihenfolge ist: Drucken und Binden der Lagen, Zuschneiden des Buchblocks, Aufbringen der Spritzkanten und gegebenenfalls Einbinden des Buches. Das Spritzen nach dem Zuschneiden ist unerlässlich für eine gleichmäßige, durchgehende Oberfläche; eine Spritzung vor dem Zuschneiden würde im Endbearbeitungsprozess verloren gehen.
Tests sind unerlässlich. Fordern Sie Farbmuster der Kanten auf dem tatsächlichen Papier und unter ähnlichen Umgebungsbedingungen wie in Ihrer Endproduktion an. Diese Tests sollten Abriebtests, Lichtechtheitsprüfungen und Bewertungen unter verschiedenen Lichtverhältnissen umfassen. Bei Metallic-Oberflächen betrachten Sie die Kanten aus verschiedenen Winkeln, um die Reflexionseigenschaften zu überprüfen. Wenn Ihr Design eine präzise Farbabstimmung mit den Farben der Innenelemente oder des Schutzumschlags vorsieht, stimmen Sie die Farbmuster ab und bitten Sie um einen direkten Vergleich.
Beim Lackieren sind Abklebevorrichtungen und Schablonen unerlässlich. Bücher werden oft auf einer Schablone gestapelt, die sie fixiert, während die Spritzpistole über die Kanten geführt wird, um einen gleichmäßigen Lackauftrag zu gewährleisten. Bei handgesprühten, handgefertigten Exemplaren verwendet ein erfahrener Handwerker eine Kombination aus festen Schablonen und manueller Airbrush-Technik, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Buchrücken und Einbanddeckel müssen mit abnehmbarer Abklebefolie ausreichend geschützt werden, um Sprühnebel zu vermeiden. Bei Büchern mit Schutzumschlag sollte dieser in der Regel bis nach dem Lackieren und dem vollständigen Trocknen bzw. Aushärten entfernt werden.
Aushärtung und Versiegelung sind entscheidend für die Haltbarkeit. Wasserbasierte Sprays benötigen in der Regel längere Trocknungszeiten, und manche Formulierungen erfordern Wärme- oder UV-Härtung für optimale Haftung. Nach dem Trocknen profitieren viele Projekte von einer Versiegelungsschicht – Lack, Wasserlack oder dünner Klarlack –, um sie vor Abrieb zu schützen. Die Wahl des Versiegelungsmittels beeinflusst Glanz und Haptik: Ein seidenmatter oder matter Wasserlack dämpft Metallic-Töne leicht, während ein klarer Glanzlack den Glanz verstärkt, aber Fingerabdrücke begünstigen kann. Besprechen Sie mit Ihrem Lackierer, ob ein Polierschritt, insbesondere bei Metallic-Kanten, sinnvoll ist, um einen gleichmäßigen Glanz zu erzielen.
Die Qualitätskontrolle muss in den Produktionsprozess integriert werden. Prüfen Sie Stichproben aus der gesamten Charge auf Farbkonsistenz, Kantenabdeckung und Haftung. Achten Sie auf Ausbluten auf Buchrücken oder Einbanddeckel und vergewissern Sie sich, dass die lackierte Oberfläche nach der Handhabung formstabil bleibt. Bei mehrbändigen Werken mit lackierten Kanten ist darauf zu achten, dass die Kantenfarbe jedes Bandes einheitlich ist und die Bücher im Regal ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Planen Sie die Montage so, dass die lackierten Kanten beim Einlegen in den Einband oder beim Verpacken nicht beschädigt werden – lassen Sie ausreichend Zeit zum Trocknen und verwenden Sie gegebenenfalls Eckenschützer oder Schuber. Ein strukturierter Arbeitsablauf und die enge Abstimmung mit Buchbinder und Druckerei entscheiden über ein perfektes Ergebnis und eine kostspielige Enttäuschung.
Kosten, Nachhaltigkeit und wie man Entscheidungen mit Kunden und Druckereien kommuniziert
Die Integration von Farbschnitten in ein Buchdesign beeinflusst sowohl die Kosten als auch die Umweltbelastung. Diese Faktoren sollten Kunden, Stakeholdern und Produktionspartnern transparent kommuniziert werden. Die Kosten variieren stark je nach Auflagenhöhe, Komplexität der Veredelung, Pigmentart und Arbeitsaufwand. Manuell von Hand lackierte Buchschnitte bei kleinen Auflagen sind aufgrund des hohen Arbeitsaufwands teurer, während automatisierte Lackierkabinen bei größeren Auflagen zwar effizienter sind, aber dennoch Rüstzeiten und Abklebearbeiten erfordern. Metallic- und Spezialpigmente sind in der Regel teurer als Standardfarbstoffe auf Wasserbasis. Versiegelungsschritte und Schutzlacke erhöhen zudem die Material- und Arbeitskosten. Bei der Budgetplanung sollten Sie daher Puffer für Tests, mögliche Nachdrucke und zusätzliche Trocknungszeiten einplanen, die den Produktionsablauf beeinflussen könnten.
Nachhaltigkeitsaspekte gewinnen zunehmend an Bedeutung. Lösungsmittelbasierte Tinten bieten zwar Haltbarkeit und Farbtiefe, geben aber Anlass zur Sorge hinsichtlich flüchtiger organischer Verbindungen (VOCs) und der Sicherheit der Arbeiter. Wasserbasierte und UV-härtende Systeme sind umweltfreundlichere Alternativen, weisen jedoch Einbußen bei Farbechtheit und Materialverträglichkeit auf. Besprechen Sie mit Ihrer Druckerei die verfügbaren umweltfreundlichen Pigment- und Bindemitteloptionen und bitten Sie um Dokumentationen zum Umweltprofil der verwendeten Materialien. Berücksichtigen Sie den gesamten Lebenszyklus: Strapazierfähige, gesprühte Kanten, die weniger Nachdrucke oder Ersatz erfordern, können langfristig die nachhaltigere Wahl sein – vorausgesetzt, die verwendeten Materialien stammen aus verantwortungsvollen Quellen und werden ordnungsgemäß entsorgt.
Transparente Kommunikation mit dem Produktionsteam ist unerlässlich. Geben Sie detaillierte Spezifikationen an, einschließlich der gewünschten Pantone-Farben, des Glanzgrades und der Toleranzgrenzen. Klären Sie im Vorfeld Mindestbestellmengen für Spezialpigmente oder Metallic-Lacke sowie eventuelle Einrichtungskosten für individuelle Mischungen. Stellen Sie sicher, dass die Zeitpläne iterative Tests – beispielsweise auf dem tatsächlichen Papier – ermöglichen und dass der Vertrag Regelungen für die Nachbesserung enthält, falls die Spritzlackierung die Qualitätskontrolle nicht besteht.
Informieren Sie Ihre Kunden über die jeweiligen Vor- und Nachteile. Erklären Sie, wie sich verschiedene Oberflächenbehandlungen auf Aussehen, Haptik, Langlebigkeit und Preis auswirken. Präsentieren Sie nach Möglichkeit physische Muster und erläutern Sie die Umweltauswirkungen der einzelnen Materialoptionen. Sollten Kosten oder Nachhaltigkeit eine Rolle spielen, schlagen Sie Alternativen wie farbige Kopfbänder, Folienprägung oder gefärbtes Papier vor, die eine ähnliche Ästhetik bei unterschiedlichen Kosten und Umweltauswirkungen ermöglichen. Empfehlen Sie Kompromisse wie das selektive Besprühen nur der Vorderkante oder die Verwendung einer getönten Versiegelung für einen dezenteren Effekt, der den Pigmentverbrauch reduziert.
Abschließend sollten alle Entscheidungen, Genehmigungen und Freigaben dokumentiert werden. Eine übersichtliche Dokumentation hilft, Erwartungen zu steuern, Projektumfangserweiterungen zu vermeiden und Designer sowie Druckereien im Streitfall abzusichern. Indem Sie bei lackierten Kanten Ästhetik, Kosten und Nachhaltigkeit gleichermaßen berücksichtigen und einen offenen Dialog zwischen Kunde, Designer und Druckerei fördern, stellen Sie sicher, dass das Endprodukt die gewünschte Wirkung erzielt und gleichzeitig praktikabel und verantwortungsvoll ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass lackierte Buchschnitte ein wirkungsvolles Gestaltungsmittel darstellen, das gedruckten Büchern eine optische Aufwertung, haptische Anziehungskraft und erzählerische Nuancen verleiht. Um den gewünschten Effekt zu erzielen, ohne Kompromisse bei Haltbarkeit oder Budget einzugehen, erfordern sie eine durchdachte Integration in das Designkonzept, eine sorgfältige Materialauswahl und einen gut organisierten Produktionsablauf.
Letztendlich sollte die Entscheidung für lackierte Buchschnitte einem klaren Zweck folgen: der Steigerung des wahrgenommenen Wertes, der Verstärkung thematischer Inhalte oder der Schaffung eines einprägsamen Objekts, das im Regal hervorsticht. Mit entsprechenden Tests, enger Zusammenarbeit und präziser Spezifikation können lackierte Buchschnitte ein Buch von einem bloß lesbaren zu einem unwiderstehlich anfassbaren und sammelwürdigen Objekt verwandeln.
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